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Vorgeschichte

Seit meiner frühesten Jugend fasziniert mich Technik in jeder Form, mein erster Computer war ein ZX81, das war in den frühen 80er Jahren. Zu Beginn meiner Laufbahn lötete ich noch eigene Schnittstellen und Steuerungen, so zum Beispiel bei der Entwicklung einer Vorführanlage für Autoradios, basierend auf einem Scheider CPC. Das war mein erstes kommerzielles Projekt.

Später beschäftigte ich mich überwiegend im kaufmännischen Bereich. Standardprogramme waren noch selten, teuer und unflexibel. So programmierte ich Warenwirtschaftssysteme nach Maß und eine Branchenanwendung für freie KFZ-Werkstätten unter MS-DOS. Einige dieser Programme waren zu meiner eigenen Überraschung noch bis kurz vor dem Jahrtausendwechsel in Betrieb. Es war die Zeit, in der Windows im Markt eingeführt wurde, und das war seinerzeit eine grauenhafte Geschichte. Speziell die Versionen vor Windows 95 waren dafür berüchtigt, dass sie mehrfach täglich abstürzten und dabei auch das darunterliegende Betriebsystem beeinträchtigten. 

So nutzte ich also eine Gelegenheit, auf Unix umzusteigen. Ab Mitte der 90er rückte der bevorstehende Jahrtausendwechsel in das Bewußtsein von Computerherstellern und Anwendern. So ist mir in Erinnerung, dass HP bei einer in die Jahre gekommenen Produktlinie Schwierigkeiten hatte, das Y2K-Problem zu lösen und deshalb für diese Produkte schon frühzeitig das Ende des Supports ankündigte. Natürlich führten auch unspezifische Ängste dazu, dass in der Industrie Investitionen in die IT-Technik vorgezogen wurden.

So kam es in dieser Zeit zu einer regelrechten Goldgräberstimmung in der IT-Branche. Personal war knapp, und so konnte ich, trotz meiner damals noch geringen Kenntnisse, den Einstieg in die neue Technik vollziehen. Innerhalb kürzester Zeit legte ich mir die nötigen Grundkenntnisse für das Betriebssystem Unix zu und lernte in diesem Zusammenhang auch das damals noch recht junge Linux kennen und schätzen. Dazu kam natürlich eine neue Programmiersprache, SQL und verschiedene Datenbanken.

Unsere neu gegründete GmbH wuchs rasch, wir waren in eine Marktlücke gestoßen. Meine Partner waren besonders stark in den Bereichen Rechnungswesen und Controlling und speziell für diese Themen gab es kaum qualifizierte Berater. Infolgedessen hatten wir alle mehr zu tun, als uns lieb war. Anfangs war ich primäre mit Datenübernahmen aus Altsystemen in unser ERP-System Baan IV beschäftigt. Unsere Aufträge kamen überwiegend von anderen Softwarehäusern, wir hatten keinen eigenen Vertrieb und hätten auch wegen unserer Spezialisierung eine komplette Einführung des Systems nicht leisten können. Besonders stolz waren wir darauf, dass sogar die große IBM in Spezialfällen mehrfach um unsere Unterstützung bat.

Bis zum Jahrtausendwechsel hatten wir zu viel Arbeit, und so waren wir zunächst ganz froh, als es nachher etwas ruhiger wurde. Für unsere Buchhalter programmierte ich eine kleine Sammlung von Werkzeugen zur Fehlersuche, für einen Kunden eine Inventurbewertung, für einen anderen ein konfigurierbares Reportingtool und natürlich eine ganze Reihe von Routinen zur Optimierung verschiedenster Geschäftsabläufe.

Dann kam die Euroumstellung. Wir stellten bei einem Probelauf fest, dass die Umrechnung sämtlicher Beträge, auch der Vergangenheit, mehrere Tage in Anspruch nehmen konnte. Das war für Produktionsbetriebe im 24/7-Betrieb natürlich untragbar. So entstand die Idee, innerhalb des Systems eine Archivierungslösung zu entwickeln. Es fehlte nicht viel, und das junge Unternehmen wäre an dieser Aufgabe gescheitert. Wir haben das Projekt glücklich zum Abschluß gebracht, aber die Nerven lagen blank. Als es in der Folge noch zu Differenzen über die künftige Strategie kam, beschloss ich, meine Anteile abzugeben. Dennoch erledige ich noch immer die eine oder andere Spezialaufgabe für meine alten Partner.

Kurz darauf kam ein alter Kunde. aus meinem Leben vor Baan, auf mich zu und fragte nach einer Shop-Lösung. Ich griff die Idee dankbar auf, fand mit osCommerce eine passende Grundlage und begann wieder einmal von vorn.

Inzwischen kann ich auch auf diesem Gebiet nahezu die gesamte Palette anbieten, angefangen bei Betrieb und Wartung von Servern, über die Bereitstellung virtueller Maschinen, Einrichtung von Web- und Mailservern, automatisierte Datensicherung, Installation von Software, Anpassung dieser Software an Corporate Design und kundenspezifische Abläufe inklusive Datentransfer vom und zum Warenwirtschaftssystem.

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