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Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.

Statistik

Die Verwendung von Statistik-Werkzeugen zur Beurteilung des Besucherverhaltens einer Website ist heute gängige Praxis. Klar ist auch, dass derartige Werkzeuge die Privatsphäre der Besucher beeinträchtigen können, andererseits können sie der Verbesserung des Angebots dienen.

Natürlich muß ich mich aus beruflichen Gründen mit dem Thema auseinandersetzen, und so ist hier auch Google Analytics eingebunden. Daneben betreibe ich selbst das Statistik-Tool AWstats und teste auch das feiner granulierte Statistik-Programm Piwik. Bei AWstats muß niemand Angst um seine Privatsphäre haben. Die wenigen Daten, die von Webservern wie Apache protokolliert werden, reichen gerade als Grundlage für einen reibungslosen Betrieb. Es ist allerdings möglich, grobe Störer auf dem Umweg über die Strafverfolgungsbehörden zu ermitteln und ggfls. haftbar zu machen. Sie hinterlassen ihre IP-Adressen, und sind damit nicht ganz so anonym, wie sie es gerne wären. Wie erfolgreich ein solches Verfahren allerdings ist, käme auf einen Versuch an. Immerhin werden IP-Adressen in den Netzen der großen Telekom-Anbieter in aller Regel nur für 24 Stunden vergeben, dann erfolgt eine Zwangstrennung, die mit der Zuweisung einer anderen Adresse verbunden ist.

Datenschutz

Andererseits verabscheue ich, in welchem Umfang derartige Werkzeuge eingesetzt werden und befürchte erheblichen Missbrauch.

Also warne ich hier ausdrücklich vor ungeschütztem Surfen im Netz. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, sich (weitgehend) vor der Sammelwut der verschiedenen Datenkraken zu schützen. Hinweise dazu finden Sie z.B. in Wikipedia, und es lohnt auch aus anderen Gründen, sich beispielsweise einen Werbeblocker zu installieren. Ich selbst verwende AdBlock Plus als AddOn im Firefox. Gute Filterlisten dazu finden Sie z.B. bei EasyList.

Noch ein Hinweis zu Mails: Auch in Rundschreiben, Newslettern und natürlich von Spammern werden teilweise recht zweifelhafte Methoden eingesetzt. Es ist gängige Praxis, derartige Mails individualisiert zu erstellen, und sobald Ihr Mailprogramm auch nur ein Bildchen aus dieser Mail anzeigt, weiß der Spammer mindestens, dass er seinen Müll bei einer gültigen Adresse abgeliefert hat. Falls Ihr Mailprogramm die Option bietet, externe Inhalte nicht nachzuladen (und Sie diese Option nutzen), sind Sie um eine Nasenlänge voraus. Außerdem sollten Sie niemals einen Link aus zweifelhafter Quelle anklicken. Und zweifelhaft ist genau genommen alles, was aus dem Netz kommt.

Speziell zu Google Analytics gibt es einen Artikel bei Heise.

Selbstschutz

Selbst aktiv werden kann helfen. Neben den oben beschriebenen Hilfsmitteln sollte man seine Cookies regelmäßig prüfen, oder sogar löschen. Es gibt einige wenige Nachteile, die für Sie als Benutzer mit der Löschung verbunden sein können. So wird z.B. Amazon oder eBay Ihre Identität beim nächsten Besuch vergessen haben, oder Sie werden nicht automatisch in Ihrem Lieblingsforum angemeldet, sobald Sie die Seite besuchen. Der Vorteil ist, dass Sie den großen Datenkraken kein komplettes Profil hinterlassen. Mit Kraken sind in diesem Zusammenhang weniger die Suchmaschinen gemeint, als vielmehr die vielen Werbeagenturen, die sich in diesem Geschäft goldene Nasen verdienen. Probieren Sie es: Löschen Sie ihre Cookies oder verschieben Sie die Dinger für diesen Test auf einen Stick. Anschließend lesen sie ein paar angesehene Zeitungen im Netz. Danach schauen Sie, wie viele schöne neue Cookies Sie bekommen haben. Es ist erschreckend!

Auch gegen Google Analytics kann man sich (angeblich) schützen.

Eine recht sichere, wenn auch eher umständliche Methode bieten Live-CD, z.B. Knoppix. Man startet seinen Rechner von CD und schaltet anschließend wieder ab. Sofern man kein beschreibbares Laufwerk zur Verfügung stellt, ist die Verfolgung über Cookies ausgeschlossen.

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